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Die Projektgeschichte

Mein Weg zur Göttin

Meine Kindheit war christlich geprägt. 

Zwar habe ich mit Leidenschaft Schwabs Sagen des Klassischen Altertums gelesen, mit Athene bin ich geritten und habe mit den Amazonen gefiebert.

Aber diese Götter und Göttinnen waren trotzdem nichts anderes als Märchen für mich. Der einzige „echte“ Gott war der christliche Gottvater. An ihn durfte und musste man glauben, alle anderen Götter gehörten zum Aberglauben. An sie zu glauben, wäre mir nicht sündig vorgekommen, sondern nur schlicht unvernünftig. Unvernünftig deshalb, weil alle um mich herum nur an diesen einen Gott glaubten (wenn sie denn glaubten). Er war so sehr Realität wie mein Bett oder mein Schreibtisch.

Mit siebzehn verabschiedete ich mich vom christlichen Glauben. Nachdem mir aus meiner Bibelgruppe noch die ernstgemeinte Warnung nachgerufen wurde, ich werde nach meinem Austritt sicherlich dem Teufel anheim fallen, fing ich an, mich mit Hexen zu beschäftigen. So viel ich über Hexenverbrennung, Wicca, neue Kulte las, nirgends wurde mir richtig Heimat. Kopfgeprägt wie ich bin, fürchtete ich mich vor okkulten Ritualen und dass ich bei einer Reise in die Spiritualität die Rückfahrkahrte vergessen könnte.

Es gab also keinen „Ersatz“ für Gott. Ich glaubte nicht mehr an ihn. Trotzdem fühlte ich mich nicht gottlos, sondern „irgendwie“ geborgen, ohne genau benennen zu können, durch wen.

2003 lernte ich Menschen kennen, die eine Art von Spiritualität leben, mit der ich gut umgehen kann. Ihnen geht es nicht um Glaubenssätze oder Bekehrung. Sie leben hier und jetzt und arbeiten daran, ihr Vertrauen in sich und das Universum immer weiter zu entwickeln und das ganze auf eine sehr bodenständige Weise. Es gibt keine feste Gruppe, kein Glaubensbekenntnis, keine Priester, sondern nur Menschen, die sich weiter entwickeln wollen und die ihr Wissen miteinander teilen und ihre Feste gemeinsam feiern, dabei mitunter auch spontan Rituale entfalten.

Mein Vertrauen in die Welt ist seit dieser Zeit sehr gewachsen. Inzwischen weiß ich für mich, dass die Menschen lang vor Gottvater der Großen Mutter vertrauten. Ihren vielfältigen Erscheinungsformen widme ich diese Seite und spinne damit das Netz weiter, das auch schon an vielen anderen Stellen gesponnen wird.

Meine Philosophie

Aus meiner Sicht kommen wir auf die Welt um zu lernen. Alles, was wir in unseren Leben erfahren, ob schön oder grausam, dient dazu, uns das lernen zu lassen, was nötig ist, damit wir heil werden. Die Lektion wird solange wiederholt, bis wir sie verstanden haben.

Diese Weltanschauung gesteht mir zu, dass ich meine Erfahrungen in der Geschwindigkeit sammle, welche die meinige ist. Was auch immer ich erlebe, ich entscheide selbst, wie ich damit umgehe. Ich bin vielleicht zunächst Opfer, aber ich bin nicht verpflichtet, es zu bleiben. 

Nicht mehr Opfer sein zu müssen, war vielleicht die beste Erfahrung, die ich machen durfte. Natürlich ist es äußerst unbequem, zu wissen, dass es nichts hilft, der Welt böse zu sein, wenn ich andere Erfahrungen mache als die, die ich mir wünsche.

Natürlich jammern wir alle in unterschiedlichen Phasen unseres Lebens. Das ist meiner Meinung nach auch völlig in Ordnung – solange wir irgendwann verstehen, dass wir die Möglichkeit haben, die bejammernswerte Situation zu ändern. Und sei es nur dadurch, dass wir zu dem, was wir im Moment nicht ändern können, eine andere Einstellung gewinnen.

Diese Freiheit im Kopf, wenn ich wieder einmal aufs Neue entdecke, dass ich selbst entscheiden kann, ob ich in einer Situation verbleibe, ist mit nichts zu vergleichen. Ich bin frei in meiner Entscheidung, wenn ich bereit bin, auch für die Veränderung die Verantwortung zu übernehmen und den Preis zu bezahlen, den sie mich kostet.

Das Projekt

Die Göttin ist das in uns, was heil ist. Wenn wir uns Geschichten von der Göttin und dem Gott erzählen, ermutigen und stärken wir diese heilen Anteile.

Ich liebe es, Geschichten erzählt zu bekommen, in Bildern zu reden und die Göttin in meinen Worten lebendig werden zu lassen.

Auf diesen Seiten ist Platz dafür.

(Das Projekt wurde zunächst als statische Seite unter www.goettinnenprojekt.de gestartet. Der Blog erweist sich allerdings als sehr viel einfacher und flexibler handhabbar. Daher wird das Projekt jetzt nur noch hier fortgesetzt).

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